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erziehungskunst.de

Vorstand und Koordinationsstelle der ARGE wenden sich heute an Sie mit einer besonderen dringenden Bitte.

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erziehungskunst.de

Wie bedeutsam die gemeinsame Zeit am Esstisch sein kann, haben Sie sicher schon einmal gehört oder sogar selbst erfahren. Ich meine nicht nur das Essen im Kindergarten, einem Hort oder einer Schule, sondern insbesondere das gemeinsame Essen im ganz privaten und familiären Rahmen. Ich kann seine Bedeutung gar nicht stark genug betonen, denn ich halte es für ein Schlüsselereignis im Tageslauf.

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erziehungskunst.de

Glühend heiße Lavaströme bahnen sich den Weg über die Insel und verschlingen unzählige Häuser, immer wieder erschüttern Erdbeben die Region und auf den Straßen hat sich ein Teppich aus Asche ausgebreitet. Der Vulkan Cumbre Vieja auf der Kanareninsel La Palma kommt auch nach seinem ersten Ausbruch vor mehr als drei Wochen nicht zur Ruhe. Für die Bewohner ist das schwer zu verarbeiten. Sie haben alles verloren und ein Ende der Katastrophe ist nicht in Sicht. Am 9. Oktober ist ein Notfallpädagogik-Team nach La Palma gereist, um die Menschen vor Ort notfallund traumapädagogisch zu unterstützen.

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erziehungskunst.de

In der Waldorfpädagogik geht es um die freie Entfaltung des Kindes und die Entwickelung der Individualität. Dennoch gibt es leider auch hier Vorgänge im pädagogischen Alltag, die von Gewalt, Isolation und Herabwürdigung geprägt sind. Woher kommt die Gewalt und wie lässt sich diese erkennen, um sie zu verwandeln? Ein Werkstattbericht aus der pädagogischen Praxis.

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Werksiedlung Renan

In unserer Dorfgemeinschaft bestimmen die natürlichen Bedürfnisse und Aufgaben des Dorflebens unser tägliches Beschäftigungsangebot. So erfahren unsere Bewohnerinnen und Bewohner echte Teilhabe am Funktionieren ihres Lebensortes, und somit an der Gestaltung und Erhaltung des eigenen Lebensortes in seiner ganzen Dimension.

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Anthropi

Zeitschrift für anthroposophische Heilpädagogik, individuelle Entwicklung und Sozialkunst

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Feuer, Lava, Asche, Rauch – Der Vulkan kommt nicht zur Ruhe

erziehungskunst.de

„Das Feuer, die Lava und die Erdbeben sind an sich schon schlimm genug, hinzu kommt jedoch die
Geräuschkulisse, die das alles begeleitet. Ein tiefes, anhaltendes Donnern aus dem Erdinneren des
Vulkans, was sehr beängstigend ist“. So schildert Notfallpädagoge Lukas Mall seine Eindrücke. Er
leitet das Notfallpädagogikbüro in Karlsruhe und ist zur Unterstützung des achtköpfigen spanischen
Teams auf die Insel gereist. Gemeinsam arbeiten sie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
daran, die traumatischen Erlebnisse und die gegenwärtige Situation zu verarbeiten. „In den ersten
Tagen wurden notfallpädagogische Schulungen für Lehrer*innen, Therapeut*innen, Psycholog*innen
und Sozialarbeiter*innen durchgeführt. Dabei bekommen sie eine theoretische Einführung, wie ein
Trauma entsteht, welche Stadien es gibt und welche Auswirkungen es haben kann. Hinzu kommen
praktische Methoden und Übungen zur Traumabewältigung, welche die Menschen vor Ort auch nach
der Abreise unseres Teams anwenden können“, erklärt Lukas Mall.


Zusätzlich arbeitete das Team in Llanos de Aridane -dem am stärksten betroffenen Gebiet- mit
evakuierten Kindern und ihren Familien, deren Häuser unter der Lava begraben wurden. Spielerisch
werden dabei kindgerechte Bewältigungsmöglichkeiten im Umgang mit Verlust, Angst und
Verunsicherung erarbeitet. Beim Malen, Singen oder bei Bewegungsspielen können die belastenden
Erfahrungen verarbeitet und zum Ausdruck gebracht werden. Durch diese und viele weitere
notfallpädagogische Methoden werden die Selbstheilungskräfte angeregt und Traumafolgestörungen
können abgemildert oder vollständig verhindert werden. Auch wenn es ihnen rein äußerlich
betrachtet gut zu gehen scheint, sind die Inselbewohner durch das Erlebte seelisch schwer getroffen
und brauchen Unterstützung.


„Wie lange die Menschen auf La Palma der Gefahr durch den unberechenbaren Vulkan noch
ausgesetzt sind, ist nicht sicher. Sie werden vermutlich auch die nächsten Tage oder sogar Wochen
ausharren und dabei zusehen müssen, wie die Lava ihre Insel und damit auch weitere Existenzen
zerstört“, meint Lukas Mall . Umso wichtiger ist der Einsatz der Notfallpädagog*innen, der einen
ersten Schritt zur Heilung der seelischen Wunden möglich macht.


(von Bonnie Berendes)

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Kontakt Presse:
Bonnie Berendes
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 224
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: b.berendes@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de


Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.


Kurzprofil Notfallpädagogik:
Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. unterstützt weltweit Kinder und Jugendliche in Kriegs-und Katastrophengebieten bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Seit 15 Jahren reisen die nationalen und internationalen ehrenamtlichen Teams -bestehend aus erfahrenen Pädagog*innen, Therapeut*innen und Ärzt*innen- in Krisenregionen, um den Betroffenen bei der Bewältigung des Erlebten zu helfen, bevor Traumafolgestörungen entstehen können.


Stabilisierende Maßnahmen aus Psychotraumatologie und Waldorfpädagogik bilden die Grundlage für die Arbeit der Interventionsteams. Inzwischen wurden in 27 Ländern Teams im Bereich der Notfall- und Traumapädagogik ausgebildet und etabliert, die im Krisenfall schnell, unbürokratisch und nachhaltig helfen können. Vertreter dieser Länderteams haben sich 2019 zu einem internationalen Verbund zusammengeschlossen, der „Notfallpädagogik ohne Grenzen“ möglich machen möchte. Damit setzt die Notfallpädagogik neben der Akuthilfe für Kinder in Krisengebieten auf die Hilfe aus eigener Hand durch die Menschen vor Ort

(Beispiel: Langzeitprojekte wie in Kenia oder im Nordirak)
www.freunde-waldorf.de/notfallpaedagogik

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