News
Ostern
Das menschliche Ich gibt die Richtung vor, orientiert am „Geist des Raumes“ und der geschwisterlichen Liebe. Indem wir uns selbst „zum Lichte erziehen“, leisten wir einen Beitrag zu einem veränderten geistigen Feld, indem am Ende auch die Technik ihre Zerstörungskraft verliert.
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Vollendung der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe
Seit den 1950er Jahren gibt die Rudolf Steiner Nachlassverwaltung die Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA) heraus. 2025 konnte die Edition mit über 450 GA Bänden
weitestgehend abgeschlossen werden.
Neuigkeiten von L'AUBIER
Ein authentischer Ort der Ökologie mit Blick auf den See und die Alpen. Eine Auberge und der Hof in Montezillon leben im Rhythmus der Jahreszeiten. Das Café-Hotel in Neuchâtel bietet denselben Rahmen – mitten in der Altstadt.
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Schweizer Mitteilungen
Für die März-Ausgabe von “Anthroposophie – Schweiz” - Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben
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Erinnerungen an Michael Schmock
Vor einigen Tagen ist Michael Schmock verstorben. Als Demeter-Landwirt, Sozialpädagoge, Kulturreferent und Projektentwickler sowie als Vorstand und Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland setzte sich Michael Schmock unermüdlich für die Weiterentwicklung der Anthroposophie ein.
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Schweizer Mitteilungen
Für die Februar-Ausgabe von “Anthroposophie – Schweiz” - Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben
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Ostern
Die persönlichste Nähe Gottes und der göttlichen Welt wird in der christlichen Tradition als die Nähe zu dem Sohn oder zu Christus bezeichnet. Es ist das größte Geschenk unserer Zeit, dass diese Nähe und mit ihr die der zentralen geistigen Quelle, mehr und mehr persönlich erlebbar wird. Die „persönlichste Nähe“ korrespondiert mit dem Gedanken des Christus-Wirkens im Ätherischen: Die geistige Welt rückt näher an das menschliche Bewusstsein heran, sodass die Begegnung mit dem „Sohn“ kein dogmatisches Konstrukt mehr bleibt, sondern zur unmittelbaren inneren Gewissheit werden kann.
Der Raum verbindet uns im Hier und Jetzt. Die Geschwisterlichkeit wird so zum Urbild einer neuen Erdenkultur, in der die Distanz zwischen zwei Menschen durch die einströmende Christus-Kraft überbrückt wird. Man könnte sagen: Jede aufrichtige Begegnung im Raum wird zu einem Sakrament des Mitmenschlichen. Wenn wir also Christus als den „Geist des Raumes“ ernst nehmen, wird jedes soziale Feld zu einem Übungsplatz für die Zukunft.
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„Die Zukunft dieser Entwickelung besteht darinnen,
daß wir in der ganzen Erde sehen den Körper des Christus.
Denn der Christus ist seit jener Zeit in die Erde eingezogen,
hat in der Erde einen neuen Lichtmittelpunkt geschaffen
und durchdringt die Erde,
leuchtet in die Welt hinaus
und ist ewig in der Erdenaura verwoben. ...
Bis ins Atom hinein besteht die Erde aus Leben,
seit sie der Christus durchdrungen hat!
Jedes Atom hat nur dadurch einen Wert
und kann nur dadurch erkannt werden,
daß Sie in ihm sehen eine Hülle,
die ein Geistiges umschließt.“
(Rudolf Steiner, GA 112, 07.07.1909)
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Es ist eine „Herzenskenntnis“, die so unmittelbar wirkt, dass der Zweifel daran unnatürlich erschiene – ähnlich wie man nicht beweisen muss, dass man liebt; man weiss es einfach. Ein Erfahrungswissen, das eine aktive Beteiligung des eigenen Ichs erfordert und sich von dem „passiven Wissen“ aus dem Netz und Büchern dadurch unterscheidet, dass man sich die Wahrheit des Erlebnisses selbst erringen muss. Diese innere Verfassung ist die stärkste soziale Tat, die man in einer Gruppe vollbringen kann.
Was bedeutet dies für die derzeitige Weltlage?
Kriege beginnen in den Köpfen. Wenn einzelne Menschen die oben beschriebene „räumliche Liebe“ real vollziehen, verändern sie das geistige Klima auf der Erde. Jede Seele, die in der Christus-Präsenz steht, bildet einen Gegenpol zum Hass. Es ist wie ein Licht, das die Dunkelheit im ätherischen Raum schwächt. Es wirkt oft machtlos, „nur“ innerlich verbunden zu sein, während Bomben fallen. Aber auch Steiner betonte, dass die geistige Welt auf die menschliche Freiheit wartet. Wenn wir uns bewusst für die Liebe entscheiden, geben wir den geistigen Wesenheiten die „Erlaubnis“, heilend in das Erdenkarma einzugreifen. Besiegen wird die innere Verbindung den Krieg nicht durch äussere Unterwerfung, sondern durch Überwindung. Sie baut an einer Menschheit, für die Krieg schlichtweg unmöglich wird, weil die Trennung zwischen „Mir“ und „Dir“ im ätherischen Erleben des Christus aufgehoben ist.
Wenn wir uns von der Flut der Kriegsbilder und der hasserfüllten Rhetorik der Medien mitreissen lassen, stellen wir unseren Astralleib – unsere Gefühlswelt – als Resonanzboden für diese dunklen Energien zur Verfügung. Das ist genau das, was Steiner als die Gefahr der Ahrimanisierung beschrieb: Der Mensch wird durch Furcht und fixierte Gedanken in die Starre und Trennung geführt. Indem wir uns weigern, in das Vokabular der Feindschaft einzustimmen, bewahren wir die Substanz der Liebe. Diese Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Tat des Ichs. Wir sind daher nicht gezwungen, Opfer der Zeitumstände zu sein. Wir können uns entscheiden, woran wir unser Bewusstsein anschliessen.
Die menschliche Freiheit und die Entscheidung für die Liebe sind die einzigen Faktoren, die die rein mechanische Logik des Krieges durchbrechen können. Anthroposophisch gesehen bilden alle Menschen ein gemeinsames ätherisches Feld. Wenn Sie in sich Liebe, Dankbarkeit und Vergebung kultivieren, „impfen“ sie dieses Feld mit Licht. Da Christus als der „Geist des Raumes“ in diesem Feld wirkt, wird diese innere Arbeit zu einer objektiven Kraft, die die Kälte und den Hass im kollektiven Raum abmildert. Obwohl für die Medien und die Politik nur das Laute und Gewaltsame zählen, ist es die stille Substanz der Seele, die langfristig die Erdenkultur verwandelt.
Wir sind alle auf ganz besondere Art gefordert, sich aus der inneren Kraft der Seele mit dem Gedanken der Grablegung und der Auferstehung zu verbinden. Wenn nur wenige Menschen die „Christus-Präsenz“ so real erleben, dass sie in jeder Sekunde aus Liebe, Dankbarkeit und Vergebung handeln, erzeugen sie eine ätherische Wärme, die der Kälte entgegenwirkt und das universelle Licht in die Erdensphäre leiten. Es ist ein unsichtbarer Widerstand, der im Stillen die Macht der Finsternis bricht.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein tief erlebtes Osterfest.
Für das Team von anthroposophie.ch
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«Wenn aus den Weltenweiten / Die Sonne spricht zum Menschensinn …»
Mit Ostern beginnend lassen die 52 Wochensprüche den Jahreslauf innerlich mitempfinden – der
«Anthroposophische Seelenkalender»
ist nun in neuer Leinenausgabe lieferbar.
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